Italien

28.02.2025

Seit zwei Wochen sind wir nun auf dem italienischen Festland und fahren gemütlich von Süden nach Norden. Wir haben immer ein Ziel vor Augen, aber meistens dauert die Fahrt länger als geplant und das Wetter diktiert uns so manchen verlängerten oder verkürzten Aufenthalt. Wenn man sich den italienischen Stiefel auf dem Atlas so anschaut, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, was alles auf oder in diesen Stiefel passt. Seine schlanke Linie täuscht und Bergketten versperren den Zugang von der Küste ins Landesinnere.

Ich bin in den letzten Wochen auch nicht dazu gekommen, in meinem Blog zu schreiben, zu überwältigend sind die Eindrücke von den besuchten Orten, die ich erst einmal für mich verarbeiten muss. Dazu brauche ich aber Ruhe und diese Zeit für mich war mir in den letzten Tagen verwehrt. Entweder fanden wir für ein paar Tage kein geeignetes Plätzchen zum Stehen oder das regnerische Wetter liess ein konzentriertes Arbeiten in der Enge des Wohnmobils nicht zu. Immerhin konnte ich die gemachten Fotos auslesen, bearbeiten und sortieren. Italien ist ein faszinierendes Reiseland und auch wenn meine entsprechenden Artikel zu einzelnen Orten erst im Nachhinein erscheinen, werden sie aktuell sein, denn Italien wird sich nicht so schnell verändern und viele der besuchten Orte haben zudem eine mehrere tausend Jahre alte Vergangenheit. Lassen Sie sich überraschen!

Die italienischen Strassen lassen zu wünschen übrig, der Zustand ist meist schlecht bis miserabel und für wenige Kilometer auf Nebenstrassen sollte man genügend Zeit einplanen oder am besten, wie wir, ohne Uhr reisen. Es gibt auch Hauptstrassen, die SS, Strade Statale, wo man kilometerlang ohne Gegenverkehr fährt und sich fragt, wie diese Strasse zu ihrem Rang gekommen ist.
Die Autofahrer sind netter als in Sizilien. Man überholt nicht an verbotenen Stellen, hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und bremst ab vor elektronischen Radarfallen.

Die Menschen sind freundlich und vor allem die Älteren suchen das Gespräch. Die Preise sind hoch, sicher auch wegen der hohen Mehrwertsteuer. Beim Tanken sollte man rechtzeitig auf die Preise achten, schnell gibt es Unterschiede von bis zu 20 Cent pro Liter, wenn man selbst tankt. In den Touristenorten lauern die üblichen Preisfallen, aber auch hier gibt es immer wieder Ausnahmen und der Espresso kostet auch nur die üblichen 1 Euro 50.

Landschaftlich hat Italien gerade zu dieser Jahreszeit viel zu bieten. Wunderschöne Grünflächen weichen Wäldern, Seen und dem Meer. Von Kultur wollen wir hier gar nicht reden und die Gastronomie besteht nicht nur aus Pizza. Was uns hier in Italien fehlt, ist frischer Fisch, denn das Land ist auf drei Seiten vom Mittelmeer umgeben. Nicht, dass es keine Fischläden gäbe, aber Fisch und Meeresfrüchte sind sehr teuer. In den Supermärkten gibt es keine Fischabteilung wie zum Beispiel in Spanien, und wenn es Fisch gibt, dann hauptsächlich Stockfisch, Goldbarsch und Tiefkühlgarnelen.

Geniessen wir die kommenden Tage in Italien bei etwas Sonnenschein, aber Temperaturen unter 10 Grad.